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Verstopfung – wenn Ihr Darm streikt

Darmträgheit und Verstopfung gehören zu den verbreitetsten Verdauungsproblemen der Bevölkerung in den westlichen Industrienationen. Allein in Deutschland klagt mindestens jeder Vierte gelegentlich über Beschwerden beim Stuhlgang, häufig begleitet von Symptomen wie Völlegefühl und Blähungen.

In den meisten Fällen liegen keine organischen oder krankheitsbedingte Ursachen vor. Vielmehr sind die Lebensgewohnheiten in unserer modernen Gesellschaft für die Probleme verantwortlich. Dazu gehören vor allem eine ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung sowie Stress und Hektik im Alltag. Doch auch wenn von den Verdauungsbeschwerden in der Regel keine ernsthaften Gefahren für unsere Gesundheit ausgehen, kann unsere Lebensqualität erhebliche vermindert werden. Trotzdem gibt es viele Menschen, denen es unangenehm ist darüber zu reden, sogar mit ihrem Hausarzt. Leichter fällt ihnen der Weg in die Apotheke, wo Abführmittel ohne Rezept erhältlich sind. Die stellen jedoch häufig nicht den rettenden Ausweg dar, im Gegenteil: Manche Ursachen, die (mit-) verantwortlich für die Verdauungsprobleme ist, bleibt unbehandelt. Zudem kann ein unheilvoller Dauergebrauch von Abführmitteln die Folge sein.
Wir  wollen Ihnen zeigen, wie Sie Verdauungsprobleme zuverlässig in den Griff kriegen, und – noch besser – sie gar nicht erst entstehen lassen.

Wann spricht man von Verstopfung?
Die Stuhlgewohnheit der Menschen ist sehr unterschiedlich. Ebenso das Empfinden darüber, was normal ist und was nicht. So fühlt sich der Eine schon verstopft, wenn er nicht täglich zur Toilette gehen kann. Ein Anderer geht vielleicht nur alle zwei Tage und fühlt sich dabei wohl. Experten haben sich – aus medizinischer Sicht – auf eine Definition für „normale“ Darmentleerung festgelegt. Danach ist der Stuhlgang normal, wenn er bis zu dreimal täglich und mindestens dreimal wöchentlich auftritt.
Gelegentlich führen wechselnde Lebensumstände oder veränderte Ernährungsgewohnheiten zu – meist nur vorübergehenden – Verdauungsproblemen. Für die Diagnose „Obstipation“, wie die ernstzunehmende, chronische Verstopfung in der Fachsprache heißt, gibt es daher genaue Kriterien:

  • Der Stuhlgang erfolgt seit mehr als einem Monat seltener als dreimal wöchentlich.
  • Der Stuhlgang ist mit erheblichen Beschwerden verbunden.
  • Der Stuhlgang ist so hart, dass er sich nur durch starkes Pressen entleeren lässt.
  • Die Menge des Stuhls beträgt stets weniger als 30 Gramm.
  • Ohne Abführmittel ist die Entleerung nicht möglich.

Das beeinflusst die Stuhlentleerung
In den meisten Fällen liegen keine organischen oder krankheitsbedingten Ursachen für die Verdauungsprobleme vor. Es sind vielmehr unsere Lebensumstände und -gewohnheiten, die den Darm träge machen:

  • Die Ernährung
    Wir ernähren uns nicht ausgewogen. Verdauungsfördernde, ballaststoffreiche Lebensmittel (etwa Obst, Gemüse und Vollkornprodukte) stehen zu selten auf dem Speiseplan. Stattdessen überwiegen fettreiche Mahlzeiten, die lange im Darm verweilen und ihn träge machen. Viele Menschen trinken zu wenig, mit Folgen: Dem Nahrungsbrei wird im Darm stets soviel Wasser entzogen, dass der Körper nicht austrocknet. Je weniger Flüssigkeit wir also aufnehmen, desto härter wird unser Stuhl.
  • Psychische Faktoren
    Hektik im Alltag lässt uns das Signal zur notwendigen Stuhlentleerung häufig unterdrücken. So bleibt der Stuhl länger im Darm und wird weiter eingedickt. Verstopfung ist die Folge.  Auch Ausnahmesituationen wie Wohnortwechsel oder eine Schwangerschaft können mit Verdauungsproblemen einhergehen.
  • Bewegungsmangel
    Moderne Fortbewegungs- und Arbeitsmittel schränken die natürliche Bewegung des Menschen ein. Das lässt auch die Muskulatur des Darms erschlaffen. Der Nahrungsbrei verweilt länger im Verdauungstrakt, wird zunehmend eingedickt und es kommt wiederum zur Verstopfung.
  • Medikamente
    Für folgende Medikamentengruppen gilt Verstopfung als typisch Nebenwirkung: aluminiumhaltige Mittel gegen Sodbrennen; calcium- und eisenhaltige Arzneimittel; starke Schmerzmittel; Mittel gegen Herzrhythmusstörungen; codeinhaltige Hustenmittel; Neuroleptika; entwässernde Mittel; Antidepressiva und Cholesterinsenker.
  • Erkrankungen
    Krankheiten, die häufig mit einer Verstopfung einhergehen sind Diabetes mellitus, Multiple Sklerose, Parkinson, Tumore und eine Unterfunktion der Schilddrüse.

So bringen Sie Ihren Darm wieder auf Trab
In aller Regel ist selbst eine chronische Verstopfung nicht gefährlich – sie führt keinesfalls zu einer inneren Vergiftung. Damit aber Verdauungsstörungen nicht länger – Ihr Wohlbefinden stören, nehmen Sie doch einfach ein paar „darmfreundliche“ Umstellungen Ihrer Lebensgewohnheiten vor:

  1. Führen Sie vor dem Aufstehen für fünf bis zehn Minuten eine leichte Bauchdeckenmassage durch.
  2. Trinken Sie morgens auf nüchternen Magen ein Glas Wasser. Auch Rhabarber-, Pflaumen- und Sauerkrautsaft sind geeignet.
  3. Setzten Sie vermehrt ballaststoffreiche Lebensmittel auf Ihren Speiseplan, zum Beispiel Vollkornbrot, -nudeln, – reis, Haferflocken, rohes Gemüse, Salat und Obst. Ballaststoffe quellen im Darm auf und regen dessen Muskulatur an, der Stuhlgang erfolgt regelmäßig. Aber Achtung: Stellen Sie Ihre Nahrung auf diese gesunde Kost um, kann sie anfangs zu Blähungen und Völlegefühl führen. Gönnen Sie Ihrem Körper ein paar Tage Zeit, um sich daran zu gewöhnen.
  4. Trinken Sie mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag – besonders dann, wenn sie auf eine ballaststoffreiche Kost umgestellt haben. Ansonsten wird der Nahrungsbrei im Darm zu dick und der Stuhlgang behindert. Besonders geeignet sind Mineralwasser und Säfte.
  5. Essen Sie Leinsamen in Form von Leinsamenbrot oder die Samen eingerührt in Joghurt. Trinken Sie dazu ein Glas Wasser.
  6. Getrocknete Pflaumen, Äpfel, Datteln, Feigen, Rhabarber und Sauerkraut regen die Verdauung an. Ebenso milchsaure Produkte wie Buttermilch und Kefir.
  7. Meiden Sie Nahrungsmittel wie Zucker, Schokolade, Weißbrote, Kakao und Schwarzen Tee.
  8. Als sanfte Abführhilfe können Sie Milchzucker in Joghurt oder Getränke einrühren.
  9. Versuchen Sie, Stress und Hektik im Alltag zu vermeiden. Dadurch wird der Stuhlgang unterdrückt. Nehmen Sie sich stattdessehn Zeit für den täglichen Gang zu Toilette.
  10. Bewegen Sie sich viel, bevorzugt an der frischen Luft.

Schnelle Hilfe durch Abführmittel?
Bei einer akut aufgetretenen Verstopfung ist oft nur eine kurzfristige Hilfe nötig. Es genügen dann schön ein paar Löffel Leinsamen oder Haferkleie, gemischt mit ein paar Backpflaumen, um den Darm wieder flott zu bekommen. Reicht dies nicht aus, kann für einige Tage ein pflanzliches oder synthetisches Abführmittel eingesetzt werden.
Bei längerer Anwendung verkehrt sich die segensreiche Wirkung dieser Mittel (auch solcher auf pflanzlicher Basis) allerdings leicht ins Gegenteil. Der Darm gewöhnt sich an die „Unterstützung“ und wird träge. Der Grund: Durch die Einnahme von Abführhilfen verliert der Körper Kalium, Natrium und Wasser. Das schränkt allgemein die Funktion der Nerven ein, und infolgedessen auch die der (Darm-) Muskeln – bei langfristiger Anwendung nimmt deshalb Ihre Verstopfung sogar zu! Jetzt erhöhen Sie womöglich die Dosis oder greifen zu einem stärkeren Abführmittel, und schön stecken Sie in einem Teufelskreis.
Gleichzeitig verstärken sich die Nebenwirkungen der Medikamente. Der anhaltende Wasser- und Salzverlust führt zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust und langfristig sogar zum Nierenversagen. Spätestens dann, wenn aus dem Gebrauch eines Abführmittels ein Missbrauch geworden ist, brauchen Sie die Hilfe eines Arztes.

Grundregeln für die Verwendung von Abführhilfen:

  • Der Einsatz von Abführmitteln muss sich stets am Schweregrad der Verdauungsprobleme sowie an anderen Grunderkrankungen und den daraus resultierenden Medikationen orientieren.
  • In der Schwangerschaft und Stillzeit sind pflanzliche Quellmittel wie Weizenkleie, Lein- und Flohsamen zu bevorzugen. Sie eignen sich auch für eine langfristige Anwendung.
  • Für Kinder eignen sich Lactose und Glycerin (als Zäpfchen). Lactulose ist ein ideales Abführmittel für Diabetiker. Der Wirkungseintritt ist nach 2 bis 10 Stunden zu erwarten, die Anwendung kann langfristig erfolgen. Tritt die Verstopfung in höherem Alter auf, so sind Fertigarzneimitteln einzusetzen, die Extrakte aus Sennesblättern und -früchten und Aloe enthalten. Die Wirkung tritt in der Regel nach 8 bis 10 Stunden ein. Diese Mittel sollten nur kurzfristig eingesetzt werden.
  • Die synthetischen Substanzen Bisacodyl und Natriumpicosulfat wirken nach 6 bis 12 Stunden. Bei rektaler Anwendung (als Zäpfchen) erfolgt der Wirkungseintritt nach 15 bis 30 Minuten. Wenden Sie diese Medikamente nicht öfter als ein- bis zweimal wöchentlich an. Der Darm wird drastisch geleert und es braucht seine Zeit (möglicherweise einige Tage), bis er sich wieder füllt und Sie wieder einen Stuhlgang wahrnehmen.
  • Für eine drastische und unmittelbar nach Anwendung eintretende Stuhlentleerung hat sich der Einsatz von Klysmen bewährt. Diese gebrauchsfertigen Sorbitol- oder Salzlösungen sind in Ihrer A-plus Apotheke erhältlich.
  • Abführmittel sind grundsätzlich ungeeignet im Rahmen einer Reduktionsdiät. Ihr Einsatz in Blutreinigungstees ist umstritten.

Dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen:
Es spricht nichts dagegen, wenn Sie zunächst einmal selbst versuchen, Ihre Verdauungsbeschwerden in den Griff zu bekommen. Am schonendsten und nachhaltigsten gelingt das mit den genannten Umstellungen Ihrer Lebensweise. Sollten Sie damit keinen Erfolg haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Arzt. Er kann eine mögliche ernsthafte Grunderkrankung ausschließen und mit Ihnen das weitere Vorgehen, etwa die Einnahme bestimmter Präparate, abstimmen. Sollte Ihr Stuhlgang folgende Begleiterscheinungen aufweisen, dann wenden Sie sich in jedem Fall umgehend an Ihren Arzt:

  • Krämpfe oder Schmerzen
  • Blut im Stuhl
  • Auftreten von Hämorrhoiden
  • Erbrechen und Übelkeit

Laktoseintoleranz – wenn die Milch Probleme macht

Die Diagnose Laktoseintoleranz, die Unverträglichkeit gegen den Zucker der Milch, wird immer häufiger gestellt. In Deutschland sind derzeit etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung Laktose intolerant. Betrachtet man die Weltbevölkerung, zählen Menschen mit Laktoseintoleranz zur Mehrheit, denn weltweit verlieren die meisten Erwachsenen die Fähigkeit, Milchzucker abbauen zu können. In Afrika und Asien sind es fast 100 Prozent. Die meisten Betroffenen haben eine primäre, genetisch bedingte Milchzuckerunverträglichkeit. Eine Unverträglichkeit gegen Milchzucker kann jedoch auch erworben sein, zum Beispiel als Folge von Darmerkrankungen oder Mangelernährung.

Wie kommt es eigentlich zu Laktoseintoleranz?
Die Ursache der Laktoseintoleranz ist ein Mangel an Laktose abbauendem Enzym (Laktase) im Dünndarm. In den meisten Fällen ist der Enzymmangel genetisch bedingt. Dabei sinkt mit steigendem Lebensalter die Aktivität des Laktose spaltenden Enzyms. Von diesem primären oder physiologischen Laktase Mangel unterscheidet man den sekundären und erworbenen Laktase Mangel. Der sekundäre Enzymmangel entsteht durch andere Erkrankungen wie chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie (Gluten-Unverträglichkeit) oder Magen-Darm-Infekte. Auch Untergewicht und Mangelernährung können ein Grund für sekundären Laktase Mangel sein. Sekundäre Laktoseintoleranz verschwindet meist nach erfolgreicher Behandlung der Grunderkrankung. De Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch einen extrem seltenen angeborenen Mangel an Laktase gibt (kongenitale Laktoseintoleranz).

Typische und untypische Symptome einer Laktoseintoleranz
Da es im Dünndarm an Laktose spaltenden Enzymen mangelt, kann der Zweifachzucker Laktose nicht in seine beiden Einzelzucker Glukose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker) gespalten werden. Es können jedoch nur die Einzelzucker über die Dünndarmzellen aufgenommen werden. Deshalb gelangt die ungespaltene Laktose in die unteren Darmabschnitte und wird von den dort siedelnden natürlichen Darmbakterien verstoffwechselt. Bei diesem bakteriellen Abbau entstehen Gase (Wasserstoff, Kohlenstoffdioxid, Methan) und organische Säuren. Diese Abbauprodukte wiederum sind für die Beschwerden der Laktoseintoleranz verantwortlich.
Ausmaß und Auftreten der Beschwerden und damit die Milchzuckerempfindlichkeit sind sehr individuell und davon abhängig, wie stark die Aktivität des Milchzucker spaltenden Enzyms herabgesetzt ist.

Typische Symptome einer Laktoseintoleranz sind

  • Bauchgeräusche
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe
  • Unwohlsein
  • Aufstoßen
  • Durchfälle

Teilweise treten jedoch aufgrund einer Laktose Unverträglichkeit auch unspezifische Beschwerden auf, wie

  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Müdigkeit
  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Schlafstörungen
  • Depressive Verstimmungen

Menschen mit untypischen Symptomen einer Milchzuckerunverträglichkeit haben nicht selten einen langen Leidensweg hinter sich, bevor die Diagnose Laktoseintoleranz gestellt wird.

Indirekte und direkte Tests auf Laktoseintoleranz
In vielen Fällen erlaubt schon das ausführliche Erstgespräch mit dem Arzt oder Ernährungstherapeuten erste Hinweise auf eine Laktoseintoleranz. Für die Sicherung der Diagnose stehen mit dem Wasserstoffatemtest und dem Laktosebelastungstest zwei indirekte Testmethoden zur Verfügung. Zudem gibt es als direkten Test auch einen Gentest auf  Laktoseintoleranz. Besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, welches dieser Testverfahren für Sie sinnvoll ist.

Vermeiden Sie nur den Milchzucker und nicht die Milchprodukte
Milch, Sauermilchprodukte und Schnittkäse sind die bedeutendsten Kalziumlieferanten unter den Nahrungsmitteln. Zudem versorgen sie den Organismus mit hochwertigem Eiweiß, wichtigen B-Vitaminen und Magnesium. Wer diese Lebensmittel völlig von seinem Speiseplan streichen würde, bräuchte ein gutes Ernährungskonzept, um eine Nährstoffmangelversorgung zu vermeiden. Im Übrigen ist es auch gar nicht nötig, wegen einer Laktose Unverträglichkeit auf Milch und Milchprodukte zu verzichten. Seit mehreren Jahren finden Sie in vielen Lebensmittelmärkten ein reiches Angebot an Milch und Milchprodukten, deren Milchzucker bereits enzymatisch in die Einzelzucker gespalten wurde und die dadurch Laktose frei sind. Sie sind an Bezeichnungen wie „Minus-L“, „LAC“ oder dem Aufdruck „laktosefrei“ erkennbar und enthalten je 100 Gramm maximal 0,1 Gramm Restlaktose. Zudem sind in vielen Schnittkäsen und Weichkäsen von Natur aus nur Spuren von Laktose vorhanden. Nachstehende Tabelle gibt Ihnen einen ersten Überblick zum Laktosegehalt ausgewählter Lebensmittel.

Vermeiden Sie versteckte Laktose
Laktose hat einige Eigenschaften, die sie für die Lebensmittelindustrie zum interessanten Hilfsmittel macht. Laktose ist als Trägersubstanz für Aromen und Wirkstoffe gut geeignet, sie bindet Wasser und ist deshalb ein gutes Feuchthaltemittel und zusammen mit Eiweiß sorgt Laktose beim Erhitzen für eine schöne Bräunung. Auf verpackten Lebensmitteln müssen Milch, Milchbestandteile und Laktose in der Zutatenliste aufgeführt werden. Lesen Sie deshalb konsequent die Zutatenlisten, um versteckte Laktose zu vermeiden. Bäckereien und Metzgereien haben Listen mit den Inhaltsstoffen ihrer Waren. Lassen Sie sich vor dem Einkauf diese Listen zeigen, so vermeiden Sie versteckte Milchzucker auch bei loser Ware.

 

Schritt für Schritt beschwerdefrei
Das Ziel einer erfolgreichen Behandlung der Laktoseintoleranz ist, die individuelle Verträglichkeitsgrenze für Milchzucker zu finden und dadurch trotz Unverträglichkeit gegenüber Laktose beschwerdefrei leben zu können. Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen.

  1. Begleiten Sie die Behandlung der Laktoseintoleranz durch ein Ess-Trink-Beschwerde-Tagebuch. Notieren Sie so genau wie möglich, was Sie gegessen und getrunken haben, und zusätzlich, ob Sie beschwerdefrei waren oder Symptome einer Laktoseintoleranz aufgetreten sind. Ein solches Tagebuch hilft Ihnen, Ihre individuelle Verträglichkeitsgrenze für Milchzucker sicher zu finden.
  2. Am besten starten Sie die Behandlung einer Laktoseintoleranz mit dem Verzicht auf Milchzucker (Karenzphase) über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen. In dieser Phase soll sich der gestresste Darm erholen können. Essen und trinken Sie in dieser Zeit ausschließlich Laktose freie Milchprodukte und Käsesorten, die von Natur aus nur Spuren von Laktose enthalten.
  3. Wenn Ihr Darm sehr empfindlich ist, sollten Sie in der Karenzphase vorsichtshalber auch auf schwer verdauliche und blähende Gemüsesorten, kohlensäurehaltige Getränke, größere Mengen an Obst sowie auf Zuckeraustauschstoffe verzichten.
  4. Im Anschluss an die Karenzphase können Sie nun im nächsten Schritt Ihre persönlich verträgliche Laktose Menge finden. Steigern Sie dazu langsam die Laktosemenge und verteilen Sie dabei die laktosehaltigen Lebensmittel auf mehrere Mahlzeiten. In den meisten Fällen ist es völlig ausreichend, langfristig eine „mäßig laktosearme“ Ernährungsweise mit einer Tagesmenge von 8 bis 10 Gramm Laktose einzuhalten.

Enzymersatz
Beim Essen außer Haus kann es nicht immer sicher gelingen, Laktose zu vermeiden. In diesen Situationen kann der Ersatz von Laktase-Enzympräparaten helfen, laktosehaltige Lebendmittel oder Mahlzeiten besser zu vertragen und Beschwerden zu vermeiden. Diese Präparate sind in Form von Tabletten, Kapseln und Pulver mit unterschiedlicher Enzymkonzentration erhältlich, angegeben als FCC-Wert (Food Chemical Codex). Laktase-Enzympräparate wirken ganz spezifisch nur auf Laktose und können aus diesem Grund nicht überdosiert werden. Der Enzymbedarf ist individuell verschieden. Am besten testen Sie aus, wie viel FCC-Einheiten Laktase Sie je 5 Gramm Laktose benötigen. Diese Laktosemenge ist zum Beispiel in 100 ml Milch oder in 125 g Jogurt enthalten. Nehmen Sie das Laktase-Enzympräparat bei Bedarf unmittelbar von oder zu einer laktosehaltigen Mahlzeit ein. Laktase kann auch direkt in laktosehaltige Speisen eingerührt werden. Vermeiden Sie jedoch den Zusatz zu heißen Lebensmitteln, denn das Enzym wird durch Hitze unwirksam.


Was fliegt gerade?
Die Pollenflug-Meldung

Ab Mitte Januar besteht ein mögliches Vorkommen von Erle, Esche, Haselnuss und Hausstaubmilben.


Neujahrsgrüße

Nicole Dietz und das gesamte Team der Rosengarten-Apotheke wünschen ein frohes neues Jahr! Viel Glück, Gesundheit und einen guten Start ins Jahr 2019!


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