Säure/Basen

Säure/Basen

Säure/Basen

Übersäuerung

Damit unser Stoffwechsel funktioniert, muss im Körper das Gleichgewicht von Säure und Basen aufrechterhalten werden. Nur so können die biochemischen Vorgänge im Stoffwechsel optimal ablaufen.

Leider ist die Übersäuerung heute eine Zivilisationserscheinung. Vor allem der verstärkte Genuss von tierischem Eiweiß (Fleisch, Fisch, Eier) und Getreideprodukten und ein deutlich verminderter Verzehr von frischem Obst, Gemüse und Salat führen zu einer Steigerung der Säurebelastung und damit langfristig zu einer chronischen Übersäuerung.

Folgen einer Übersäuerung

Im Zentrum der Säure-Basen-Regulation steht immer die Aufrechterhaltung des Blut- und Gewebe-pH. Unser körpereigenes Puffersystem kann kleine Mengen an Säuren neutralisieren und über die Ausscheidungsorgane Lunge, Nieren, Leber und Haut ausscheiden. Das Blut verliert seine normalen Fließeigenschaften und der Transport von Sauerstoff, Nährstoffen und Abbauprodukten wird eingeschränkt. Der medizinische Fachausdruck für eine Übersäuerung des Blutes heißt „Azidose“.

Eine akute Azidose ist eine lebensgefährliche Erkrankung, die sofortige Notfallmaßnahmen erforderlich macht. Sie kommt selten – als Folge gravierender Grunderkrankungen – vor.

Die chronische Übersäuerung entsteht, wenn das Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt über einen längeren Zeitraum besteht. Dies hat Auswirkungen auf verschiedene Körperfunktionen. Die Anzeichen dafür sind vielfältig und unspezifisch, so dass eine chronische Übersäuerung oft über Jahre unentdeckt bleibt. Man spricht daher auch von einer „latenten Azidose“.

Anzeichen für eine chronische Übersäuerung können sein:

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Nachlassende Konzentration
  • Verringerte Leistungsfähigkeit
  • Erhöhte Stressempfindlichkeit
  • Nervosität
  • Verminderte Widerstandskraft
  • Muskel- und Gelenkbeschwerden
  • Veränderung der Haut, Haare und Nägel
  • Nachlassende Festigkeit des Bindegewebes

Außerdem kann die Knochenfestigkeit abnehmen und das Osteoporoserisiko steigen.

Messung einer Übersäuerung

Die Säurewerte könne im Blut gemessen werden. Eine Azidose liegt vor bei einem pH von weniger als 7,35 im Blut. Da sich der Säurewert durch körperliche Anstrengung, Mahlzeiten und Aufregung verändert, müssen fünf Einzelwerte bestimmt werden, um eine seriöse Aussage zu erzielen.

Diese fünf Werte des Blutbildes sind:

  • Säurewerte des Bluten pHB…………………………………………………………………………………7,35 – 7,45
  • Pufferfähigkeit des Blutes PB……………………………………………………………………………..47 – 56 mmol/l
  • Pufferfähigkeit im Blutplasma PPL…………………………………………………………………………..27 – 36 mmol/l
  • Pufferfähigkeit in der Zelle IZP………………………………………………………………………………..> 20 mmol/l
  • Basenüberschuss BE……………………………………………………………………………………28 mmol/l

Den pH-Wert können Sie auch selbst im Ihrem Urin messen. Dafür gibt es spezielle Teststreifen in unserer Apotheke.

Die basengerechte Ernährung
Grundsätzlich werden vier Gruppen von Nahrungsmitteln hinsichtlich ihres Einflusses auf unser Säure-Basen-Gleichgewicht unterschieden.

  • Basenliefernde Nahrungsmittel

Kartoffeln, Gemüse, Obst, Milch und Sahne, Joghurt, Molke, stille Mineralwässer, Gewürzkräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Majoran, Thymian, Dill, Pfeffer, Paprika und schwarzer Tee.

  • Neutrale Nahrungsmittel

Butter, Öle, Walnüsse, Leitungswasser. Die halten das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen.

  • Säureerzeuger

Zucker, zuckerhaltige Süßigkeiten, Limonaden und Cola, Weißmehlprodukte, polierter Reis, Kaffee und alkoholhaltige Getränke. Sie enthalten zwar selbst keine Säuren, lassen sie aber bei der Verstoffwechslung entstehen.

  • Säurelieferanten

Fleisch und Innereien, Geflügel, Wild, Eier, Käse, Quark. Sie enthalten einen Überschuss an sauren Stoffen und bei der Verstoffwechslung werden zusätzlich noch Säuren produziert.

Tipps:

  1. Vermeiden Sie das Rauchen – einer der gefährlichen Schrittmacher einer chronischen Übersäuerung.
  2. „Spülen“ Sie die Säure auch Ihrem Körper, indem Sie zwei Liter am Tag trinken: stille Mineralwässer, ungesüßte Fruchtsäfte, entwässernde Heiltees mit Birkenblättern, Brennnesselkraut oder Schachtelhalm.
  3. Schwitzen Sie die Säure aus. Die Haut ist ein wichtiges Entsäuerungsorgan. Säuren und Schlacken werden über die Schweißdrüsen und die Hautatmung entsorgt. Sportliche Aktivitäten, Sauna, Thermalbäder und Dampfbäder können diesen Prozess fördern.
  4. Nehmen Sie entsäuernde Stoffe über die haut auf. Für ein Basenbad lösen Sie 100 Gramm Natriumhydrogencarbonat (geeignete Präparate aus Ihrer Apotheke) in einem Vollbad auf. Baden Sie darin eine halbe Stunde und ruhen Sie anschlie0end eine Stunde aus. Auch durch Moorbäder holen Sie sich zusätzliche basische Nährstoffe in Ihren Körper.
  5. Regen Sie Ihre Durchblutung durch sportliche Aktivitäten an. Sauerstoff gelangt vermehrt in die  Zellen und das sauer machende Kohlendioxid wird vermehrt abgeatmet. Ihre sportlichen Aktivitäten sollten Sie auf 20 bis 30 Minuten pro Tag ausdehnen. Besonders geeignet sind Schwimmen, Radfahren und leichtes Joggen.
  6. Sollten die Einhaltung dieser Tipps in Verbindung mit einer basenreichen Ernährung nicht mehr ausreichen, um ein gestörtes Säure-Basen-Gleichgewicht wieder einzurenken, so wenden Sie sich an Ihr A-plus Apothekenteam. Es hält für Sie geeignete Präparate als Tabletten oder Pulver bereit, die aus einer wichtigen Kombination aus basischen Mineralstoffen und Spurenelementen zur Entsäuerung bestehen.

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